Agentur: .hausformat
Produktion: .hausformat
3D-Animation: Konzept, Realisation
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Durchfluss-Messprinzipien
Endress+Hauser Flowtec ist einer der international führenden Anbieter von Messgeräten, Dienstleistungen und Lösungen für die industrielle Verfahrenstechnik. Mit mehr als 7'000 Beschäftigten erwirtschaftet die Firmengruppe rund eine Milliarde Euro Umsatz im Jahr.
Das Differenzdruck Durchfluss-Messprinzip (Pitot Tube) ist der letzte von insgesamt 7 Animationsfilmen, die .hausformat für Endress+Hauser Flowtec produzieren durfte. Ziel war es, einem Laienpublikum die Funktionsweise verschiedener Durchfluss-Messprinzipien verständlich zu machen. Bedingt durch den Umfang des Projektes erstreckte sich die Produktionsdauer über einen längeren Zeitraum.
Das Storyboard
Zu Beginn jedes Videos fand eine Sitzung beim Kunden statt, an welcher der jeweilige Projektmanager die komplexen technischen Aspekte erläuterte. Mit diesen Informationen, ergänzt durch Kommentar-Texte, die vom Kunden geliefert wurden, erstellten wir für die weitere Kommunikation ein Storyboard, das in Bild und Text den Ablauf der 3D-Animation festhielt. Im ständigen Dialog mit dem Kunden wurde dieser Entwurf überarbeitet und präzisiert. Nach Abnahme des Storyboards konnte die eigentliche Animationsarbeit beginnen.
Von Nurbs und Polygonen
Als Basis standen uns bestehende CAD-Daten zur Verfügung. Oft sind solche Modelle nur bedingt in Animationen einsetzbar. Auch in diesem Fall mussten die 3D-Objekte optimiert, ergänzt oder teilweise komplett neu gebaut werden. Für die Animation wurden zwei Versionen erstellt: Einerseits ein Modell für die Röntgendarstellung mit allen inneren Bestandteilen, andererseits eine Version, die eine fotorealistische Darstellung von aussen erlaubt. Dabei kam eine ganze Palette von Software zum Einsatz, darunter Maya, Modo und LightWave. Aufgrund unterschiedlicher Konstruktionsverfahren der verschiedenen Programme, mussten zusätzlich zu den Nurbs-Modellen polygonale Objekte erstellt werden.
Das richtige Timing
Mit den überarbeiteten 3D-Modellen konnte der eigentliche Animationsprozess beginnen. Zunächst wurde der Audio-Kommentar von uns selbst gesprochen und in die 3D-Software importiert. Diese provisorische Tonspur half, Kamerafahrten und zeitliche Abläufe optimal abzustimmen. Oft lag die Tücke im Detail. So benötigten wir mehrere Versuche, bis die Rohrschwingungen innerhalb der Coriolis-Einheit überzeugten und dem realen Vorbild entsprachen. Von den Animationen wurden Preview-Videos gerendert. Der Kunde konnte so das geplante Resultat bereits in der Entwurfsphase anschaulich begutachten und nach seinen Vorstellungen steuern.
Multipass-Rendering
Nach Abnahme der bereinigten Preview-Version wurden die hochauflösenden Bilder generiert. Um die einzelnen Bildkomponenten nachträglich beeinflussen zu können, haben wir die Animation in sogenannten Passes gerendert. Das bedeutet, dass Objekte und bestimmte Bildinformationen auf separaten Ebenen ausgegeben werden, um sie später im Compositing wieder zusammenzufügen. Dadurch lassen sich Parameter wie Farbe oder Helligkeit gezielter beeinflussen. Bei den Realdarstellungen wurde zusätzlich ein Z-Buffer sowie ein Ambient Occlusion Pass mitberechnet für nachträgliche Fokus- und Schatteneffekte.
Die Berechnung eines Einzelbildes in High Definition Auflösung dauerte auf einem Quad Core System mit 8 GB RAM zwischen 10 Minuten und eineinhalb Stunden. Bei 25 Bildern pro Sekunde summiert sich die Renderzeit schnell. Für erhöhte Rechenpower schlossen wir deshalb mehrere Computer zu einer Renderfarm zusammen. Ein automatisiertes System integrierte nicht benutzte Stationen automatisch in den Renderprozess und verschickte regelmässig per E-Mail einen Status-Rapport. Speziell an Wochenenden konnten wir so via Fernwartung allfällige technische Probleme schnell beheben.
Die finale Komposition
Die in Passes gerenderten Bildsequenzen wurden in einer Compositing-Software wieder vereint. Durch Justierung verschiedenster Parameter legten wir den finalen Look fest und konnten durch Steuerung der Transparenz einzelner Ebenen gezielt den Blick des Publikums auf die gewünschten Details lenken.
Parallel wurden die Off-Kommentare mit professionellen Sprechern im Tonstudio aufgenommen. Um sicher zu sein, dass alle Fachausdrücke und Namen sowohl in der deutschen wie der englischen Fassung korrekt ausgesprochen werden, geschah dies im Beisein des Kunden.
Zum Schluss wurden die abgemischten Tondaten im Feinschnitt mit dem Bild synchronisiert und an einzelnen Stellen mit Soundeffekten ergänzt, um den Bildeindruck zu verstärken. Der Master-Export des fertigen Videos erfolgte in HD 1080p und war die Grundlage der Konvertierung in diverse Formate für verschiedene Einsatzzwecke.
Unsere Dienstleistungen:
- Konzept & Regie
- 3D-Animation
- Compositing
- Sounddesign
- Schnitt
- Blu-Ray Authoring





