Online Marketing

Die digitalen Medien sind in nahezu allen Branchen für Marketing und Werbung die wichtigsten Kommunikations­kanäle geworden. Und mit der richtigen Strategie sehr effizient.

Durch computer­gestützte Marketing­methoden, zunehmend mit künstlicher Intelligenz, lassen sich Kampagnen und Mass­nahmen so präzise wie noch nie auf die einzelnen Zielgruppen abstimmen, die Erfolge differenziert messen und on the fly optimieren. Online-Werbung zeigt die grösste Wirkung, wenn man sie als einen dynamischen Prozess betrachtet.

Zu wenig Sichtbarkeit?
Schauen wir, warum.

Sistrix: Grafik einer SEO-Analyse

SEO und SEA – oder zählt nur noch GEO?

Mit der reinen Online-Präsenz einer Website ist es nicht getan. Sie muss in den Weiten des Internets auch gefunden werden. 

Im Hype rund um KI und AI Overviews entsteht schnell der Eindruck, klassisches Online-Marketing wie SEO und SEA würden an Bedeutung verlieren oder gar vollständig von generativen Suchsystemen abgelöst. Diese Sicht greift zu kurz. In der aktuellen Praxis zeigt sich klar: SEO und SEA bleiben zentrale Pfeiler im digitalen Marketing, während GEO (Generative Engine Optimization) als neue, ergänzende Disziplin hinzukommt – zweifellos mit Disruptionspotenzial.

Der derzeitige Trend ist weniger ein Bruch als eine Weiterentwicklung. SEO, SEA und GEO stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern bauen aufeinander auf. SEO sorgt für inhaltliche Substanz und Auffindbarkeit, SEA für Reichweite und Performance, GEO für Sichtbarkeit in neuen, KI-geprägten Nutzungssituationen. Wer diese Zusammenhänge versteht und strategisch zusammendenkt, ist nicht nur für heutige Suchmaschinen, sondern auch für die Zukunft der Suche gut aufgestellt.

Suchmaschinenmarketing (SEM)

Es gibt verschiedene Strategien, um die Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu erhöhen. Das Suchmaschinen­marketing (SEM) teilt sich in zwei Kategorien: Optimierung für Suchmaschinen (SEO) und gekaufte Werbung in Suchmaschinen (SEA). In der Praxis werden die beiden Methoden oft kombiniert, da sich viele Suchbegriffe in einem Konkurrenz­umfeld mit starken Mitbewerbern bewegen.

Suchmaschinen­optimierung (SEO)

Search Engine Optimization – kurz: SEO – umfasst Massnahmen, die darauf abzielen, eine Website in den organischen Suchresultaten der Suchmaschine möglichst weit oben anzuzeigen. Organisch bedeutet: Die Platzierung des Suchergebnisses ist nicht gekauft, sondern rein durch den Suchalgorithmus entstanden.

In den Top 10 bei Google

Statistisch gesehen ist Google das Mass aller Dinge. Der Referral Traffic – die Verweise von der Suchmaschine auf konkrete Websites – ist auch in Zeiten von KI nach wie vor gigantisch. Zum Glück zeigen Optimierungs­massnahmen überall Wirkung, gelten auch für Alternativen wie Bing, Yahoo oder DuckDuckGo, und beeinflussen KI-Tools. Dabei spielen technische, inhaltliche und strukturelle Aspekte eine Rolle. Wichtig ist ein lang­fristiges Engagement mit Ausdauer: SEO gleicht mehr einem Marathon als einem Sprint.

Bei AI Overviews vorne mit dabei

Wer seine Website professionell für Suchmaschinen optimiert, hat auch für AI Overviews ein solides Fundament, auf dem sich mit Zusatzmassnahmen für KI‑gestützte Such- und Antwortsysteme weiter aufbauen lässt. Während man bei SEO auf bewährte Analyse-Tools und Erfahrungswerten zurückgreifen kann, ist die künstliche Intelligenz derzeit noch weitgehend eine Black Box. Die Praxis zeigt aber deutlich, dass die bisherigen Anstrengungen im klassischen Online-Marketing keineswegs umsonst waren oder in näherer Zukunft obsolet werden.

Suchmaschinen­optimierung Onpage

Gegenstand der Onpage-Optimierung ist die Website selbst: Inhalte, HTML-Struktur, Bild­beschriftungen, Meta-Tags, URL Slugs. Eine klare Seitenstruktur, relevante Keywords und hoch­wertige Inhalte tragen massgeblich zu einem guten Such­maschinen-Ranking bei.

Suchmaschinen­optimierung Offpage

Die Offpage-Optimierung konzentriert sich auf externe Faktoren wie Backlinks. Wenn viele andere Online-Quellen auf die eigene Online-Präsenz verlinken, stärkt das die sog. Autorität der Website und verbessert ihre Platzierung in den Suchergebnissen.

Technische Optimierung für Suchmaschinen

Auch die technische Performance ist ein relevanter Bewertungsfaktor für Such­maschinen. Schnelle Ladezeiten, eine gute Optimierung für mobile Geräte und eine sichere HTTPS-Verschlüsselung bringen eine Website in den Suchresultaten nach vorne.

Hochwertiger Content und Core Web Vitals

Suchmaschinen achten auf informative, hilfreiche und einzigartige Inhalte. Immer wichtiger werden eine gute User Experience bzw. die Core Web Vitals: eine Reihe von Mess­werten, die ermitteln, wie nutzerfreundlich Webseiten im praktischen Einsatz sind.

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Suchmaschinenwerbung (SEA)

Search Engine Advertising – kurz: SEA – bezeichnet bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen. Google Ads ist das bekannteste Tool für diese Art von Marketing. Die Gestaltung unterscheidet sich je nach Anzeigentyp nur minim von den organischen Suchresultaten und wird von vielen Usern nicht bewusst als Werbung wahrgenommen.

Mit Google Ads Neukunden gewinnen

Mit SEA lassen sich Webseiten schnell in der Position nach vorne bringen, aber nur mit einer guten Strategie auch längerfristig halten. Mit dem Einzug von KI ist Google Ads kein reines Keyword- und Gebotssystem mehr, sondern ein lernendes Ausspielungs- und Entscheidungsmodell geworden. Die KI versucht kontinuierlich auf Basis grosser Datenmengen vorherzusagen, bei welcher Person, zu welchem Zeitpunkt, in welchem Kontext und mit welcher Botschaft die Wahrscheinlichkeit einer gewünschten Handlung am höchsten ist.

KI-gestützte Performance Max Kampagnen

Performance-Max-Kampagnen sind das sichtbarste Beispiel für diesen Para­digmen­wechsel. Hier gibt man dem System kaum noch klassische Kampagnen­strukturen vor. Stattdessen stellt man Assets zur Verfügung – Texte, Bilder, Videos, Zielseiten – und definiert Conversion-Ziele.

Die KI kombiniert diese Elemente selbstständig und spielt sie über alle Google-Kanäle hinweg aus: Suche, Display, YouTube, Discover, Gmail. Entscheidend ist nicht mehr, wo eine Anzeige erscheint, sondern ob sie mit hoher Wahr­schein­lichkeit zu einer Conversion führt. Das System optimiert kanal­übergreifend und bewertet Erfolg nicht mehr isoliert pro Format, sondern ganzheitlich.

Werbekanäle smart und übergreifend nutzen

Die Suchmaschinen­werbung bei Google Ads bietet verschiedene Werbekanäle und Anzeige­typen an, darunter Suchanzeigen, Display-Anzeigen und Shopping-Anzeigen. Mit Unter­stützung von künstlicher Intelligenz können diese Kanäle dynamisch nach Wert­schöpfungs­kriterien bespielt werden.

Clickthrough rate (CTR) und Conversion optimieren

SEA-Massnahmen können permanent gemessen und optimiert werden. Effektive Kampagnen setzen nicht nur auf Klicks, sondern achten auch auf die Conversion-Rate. Durch treffende Anzeigen­texte, ansprechende Landingpages und A/B-Testing lassen sich Streuverluste reduzieren und Budgets effizient einsetzen.

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Display-Werbung mit Werbebannern

Display Ads sind das digitale Pendant zum gedruckten Zeitungsinserat und die klassischste Form der Online-Werbung. 

Statische Banner, animierte Werbevisuals oder interaktive Formate: Display Ads erscheinen auf Websites und in Apps, eingebettet in redaktionelle Inhalte oder als gezielte Platzierungen. Die visuelle Ansprache wirkt oft emotionaler als reine Textanzeigen und bleibt besser im Gedächtnis. 

Die Stärken von Display Ads

Display Advertising funktioniert besonders gut im oberen Bereich des Marketing-Funnels: zur Steigerung der Marken­bekanntheit, für Produkt­einführungen oder zur Wieder­erkennung durch Re-Targeting. Wenn es primär um direkte Conversions und kurzfristige Leads geht, sind SEA-Kampagnen oft effektiver. 

Ad-Blocker können die Reichweite einschränken. Viele User sind zudem gegenüber Werbe­bannern «blind» geworden. Deshalb ist es wichtig, dass die Visuals ins Auge springen, im Kontext der Website, in die sie eingebettet sind, aber nicht lästig wirken.

Online-Werbeplattformen

Das Google Display Network zählt weltweit zu den grössten Werbenetzwerken. Es ermöglicht die Platzierung von Bannern auf Millionen von Websites, inYouTube, Gmail oder Apps. Nebst weiteren globalen Anbietern sind auch nationale und regionale Online-Zeitungen interessante Werbeplattformen sowie thematische Websites, z. B. von Berufsverbänden, die oft ebenfalls Bannerwerbung anbieten.

Targeting und Re-Targeting

Display Advertising bietet umfassende Steuer­möglichkeiten: Neben demografischen und geografischen Merkmalen lassen sich Nutzer nach Interessen, Verhalten oder bisherigen Websitebesuchen ansprechen. Re-Targeting-Kampagnen – bei denen die Besucherinnen und Besucher einer Website später erneut Werbung sehen – sind besonders effektiv für Produkte mit längeren Entscheidungsprozessen.